Zwei heisse Tage im Schwarzwald: Unsere VMC-2-Tagestour
| Thomas Anderegg
Am letzten Juni-Wochenende stand beim VMC die traditionelle 2-Tagestour auf dem Programm. Sieben Gümmeler – Denise, Päde, Dani, Peter, Heinz, Stephan und ich – sowie Mack als Fahrer des Begleitfahrzeugs versammelten sich am Samstagmorgen am Bahnhof Räterschen.
Die Einladung hatte eine „schöne Strecke im Schwarzwald“ und „wie üblich 200 bis 250 Kilometer insgesamt“ versprochen. Also machten wir uns auf den Weg – über Seuzach und Rorbas, wo uns die erste Steigung erwartete. Schon hier spürten wir die hohen Temperaturen. Weiter ging es nach Rietheim, wo ein Znüni-Stopp in der Gartenwirtschaft geplant war. Alle freuten sich auf ein kühles Getränk. Kurz vor der Weiterfahrt musste jedoch der erste Platten des Tages repariert werden.
Kurz nach dem Grenzübergang bei Waldshut ereignete sich der zweite Platten – diesmal war ich betroffen. Im Schatten konnte ich die Reparatur mit Unterstützung erledigen, und wir setzten unsere Fahrt fort zur ersten Schwarzwald-Steigung. In Birndorf machten wir Halt für das Mittagessen und füllten unsere Bidons wieder auf. Gestärkt durch eine Portion Spaghetti ging es weiter das Schwarzenbächletal hinauf. Glücklicherweise herrschte auf dieser Strasse kaum Verkehr, und ab und zu spendeten schattige Stellen etwas Abkühlung. Doch die Hitze machte uns allen zu schaffen, umso mehr freuten wir uns über eine Quelle mit kaltem Wasser, um uns zu erfrischen.

Doch am Ende des Tals war noch lange nicht Schluss: Es ging weiter auf und ab, und die Hitze wurde nicht erträglicher. Besonders die Strecke von St. Blasien hinauf nach Grafenhausen verlangte uns noch einmal alles ab. Doch am Ziel wartete ein kühles Bier in der Rothaus-Brauerei. Erschöpft, aber zufrieden, genossen wir den Schatten im Biergarten.
Unter leichtem Zeitdruck fuhren wir zum nahegelegenen Hotel, duschten und waren kurz darauf bereit für den Fussmarsch zum Abendessen. Dieser führte uns zurück zur Brauerei, wo wir nach dem Essen noch lange plauderten und den schönen, wenn auch heissen Tag ausklingen liessen.
Nach dem Frühstück brachen wir bereits wieder zum Heimweg auf. Die Abfahrt ins Steinatal führte uns direkt zur Steigung nach Bonndorf. Von dort ging es weiter ins Wutachtal und über den „Wellenweg“ nach Fützen, wo wir kurz darauf die Grenze nach Beggingen überquerten. In zügigem Tempo fuhren wir durch das Klettgau und Neuhausen. Im Restaurant Augarten in Rheinau machten wir einen Stopp. Im Schatten der Bäume genossen wir den feinen Apfelkuchen. Gestärkt führte uns Peter durch das Weinland und schliesslich zurück zum Ausgangspunkt in Räterschen.
In diesen beiden Tagen hatten wir alle mit uns selbst, den Steigungen und der Hitze zu kämpfen. Jeder musste seine Komfortzone sicher einmal verlassen und diese Herausforderung meistern. Rückblickend blicken wir auf eine schöne 2-Tagestour zurück – sie wäre wohl noch schöner gewesen, wenn die Temperaturen etwas milder gewesen wären.








